Polizeista(a)(d)t Worms

Chefe hat’s ja schon immer gewusst: echte oder vermeintliche Ausnahmesituationen bringen die kleinen Könige und Tyrannen in den Menschen hervor!
War ja heute schönes Wetter – und was tun die Bürger?  Sie gehen nach draußen. Haben wir auch getan – ud wurden auf erhellende Weise Zeugen, wie sich der Polizeistaat anfühlt: Ich hatte grade mein Geschäft erledigt, Chefe hat’s eingesammelt und entsorgt, als wir Zeuge folgender Szene wurden:

Junge Frau, verwachsen mit ihren Smartphone, schlendert ins Blickfeld.
Wird von einer barschen Stimme amgerufen:
‚Kommen Sie sofort hierher! Und beenden Sie Ihr Telefonat.‘
Chefe und ich gehen weiter und sehen:

Eine Bank, auf der 2 Menschen sitzen und die Abendsonne genießen.
Die Junge Frau steht davor – und 2 gaaanz wichtige Polizisten, stolz geschwellte Brust, ganz Amtsperson, Schusswaffen und Schlagstöcke baumeln lässig an deren Seite. Die Hände sind haben sie voll mit Ausweispapieren der Menschen.

Wir gehen weiter – Chefe murmelt was von Kriegsrecht ………..

Wie von der Tarantel gestochen ruft der stolze Polizist: WAS WAR DAS? WOLLEN SIE DER NÄCHSTE SEIN?

Ich ziehe Chefe weiter ……….

Später erzählt mir Chefe, daß er so etwas nicht einmal so auf einer Dienstreise nach Teheran so erlebt habe ……. – aber diese bedrückende Stimmung eines Unrechtsstaates habe sich genauso angefühlt.

Chefe sagte mir, es sein für ihn unverständlich, wie es sein kann, daß trotzdem (angeblich) die Mehrheit der Deutschen das gut finden.

 

2 Antworten auf „Polizeista(a)(d)t Worms“

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